Manchester’s Sonnenseite

England ist für mich seit 2019 offiziell das Land in dem ich die meisten Rundreisen gemacht habe. Neben London, Liverpool und Edinburgh habe ich den Großteil des März in Manchester verbracht.

In diesem Beitrag soll es vorerst nur um Manchester gehen, da es hierzu genug zu erzählen gibt. Fangen wir also ganz allgemein an.

Manchester ist bekannt für seine hohe Dichte an Headquartern von Finanzunternehmen, zwei erfolgreiche Fußballvereine und für eine hohe Obdachlosigkeit, die vielen fleißigen Arbeitern gegenübersteht. Die Geschichte Manchesters ist eine wirklich interessante. Von einem kleinen Dorf, welches die Trends der Industrie aufgeschnappt hat, ist Manchester vorübergehend zu einer der bedeutendsten Wirtschaftsstädte der Welt gewachsen. Aufgrund der umliegenden Flüsse und der Nähe zum Hafen von Liverpool war die Stadt perfekt für den Anbau und Export von Baumwolle geeignet. Somit hat die Industrie die Stadt groß gemacht.
Hier kannst du mehr zur Geschichte von Manchester lesen.

In den vier Wochen hatte ich genug Zeit, um die Stadt intensiv kennenzulernen. Am liebsten gehe ich in fremden Städten einfach aus der Tür und erkunde die verschiedenen Viertel. So habe ich es auch in Manchester gemacht. Da das Stadtzentrum nicht sehr groß ist, bietet sich das sogar an, da man sonst ohnehin immer über die gleichen Stationen der Metrolink stolpern würde. Manchester lässt sich ziemlich ausgiebig erkunden, denn es hat wirklich viel zu bieten!

Bars und Cafés

Oft neigt man ja dazu, in einer neuen Stadt öfter Essen geht. So ging es mir auch in Manchester und es hat sich gelohnt! Manchester hat ziemlich gute Restaurants, die mit modernster Inneneinrichtung und gutem Essen begeistern. In vielen von ihnen werden traditionell britische Gerichte modern interpretiert und zu moderaten Preisen angeboten.

Durch die Umrechnung von Euro in Pfund und die ohnehin schon leicht höheren Preise in England, sind Lebensmittel generell nicht sehr günstig. Dafür habe ich aber für den Preis, den ich gezahlt habe, immer etwas Vernünftiges bekommen.

Hervorheben kann man auf jeden Fall das Northern Quarter, in dem es auch viele Bars gibt. Das Viertel ist jung und dynamisch. Die Bars sind meist die ganze Woche gut gefüllt und haben (entgegen meiner Erwartungen) auch teilweise sehr lange geöffnet. Ebenso gibt es in der Canal Street und im gesamten Gay Village viele gute Restaurants. Generell lässt sich sagen, dass Manchester ein großes gastronomisches Angebot hat. Dabei ist die asiatische Küche sehr präsent. Womit das zusammenhängt, kann ich nur vermuten. Grund dafür könnten die indischen Einwanderer sein, die während der Kolonialisierung ihres Landes nach Großbritannien kamen und ihre berufliche Tätigkeit in Restaurants wiederfanden.

Auch Kaffee trinken gehen kann man in Manchester sehr gut. Ähnlich wie die Restaurants, sind auch die Cafés gut ausgestattet und haben meist ein ganz eigenes Konzept. Aufpassen muss man nur mit den verschiedenen Interpretationen der Kaffees, die die Engländer haben.

Ein schwarzer Kaffee ist dort nämlich kein Café Crème oder ein Filterkaffee, sondern ein Black Americano. Passend dazu wird ein Kaffee mit Milch als White Americano bezeichnet. Espresso, Latte Macchiato und Cappuccino lassen sich ohne Missverständnisse bestellen. Sie schmecken ähnlich, sind aber in der Herstellung anders. Engländer messen mit anderen Größen und so besteht ein Cappuccino nicht aus einem Espresso und Milchschaum, er besteht aus zwei Ristrettos (Miniespressos) und Milchschaum. Am liebsten habe ich aber den Flat White, eine Art Cappuccino mit zwei Espressoshots, viel heißer Milch und etwas Milchschaum. Der ist bei uns noch nicht so ganz angekommen, wird aber in nächster Zeit wohl auf immer mehr Karten in Cafés erscheinen – ich bin gespannt!

Zwei Cafes möchte ich dir empfehlen. Einmal ist es das Sugar Junction auf der Tib Street. Das kleine Cafe ist meistens gut gefüllt und man muss Glück haben, um einen Tisch zu bekommen. Die Atmosphäre in dem Laden, der im Landhausstil eingerichtet ist, habe ich so in keinem anderen Cafe in Manchester wahrgenommen. Auch das Fig & Sparrow auf der Oldham Street ist sehr gemütlich. Die Fensterfront hin zu befahrenen Straße ist eine Grundvoraussetzung für Tagträume während eines Frühlingstages in der Stadt – auf jeden Fall ausprobieren!

 

 

Bars servieren gängige Drinks, wie Capirinhas, Mojitos und sämtliche Softdrinks. Engländer trinken viel Bier. Sie sind von ihrem wasserähnlichen braunen Blubberwasser (sie nennen es wirklich Bier) sehr überzeugt und schießen sich damit gerne durch den Abend. Wie oben schon angerissen ist hierzu auch das Northern Quarter die richtige Anlaufstelle. Besonders am Wochenende tummeln sich Einheimische und Touristen in den Pub entlang der Tib Street und in den Seitenstraßen.

An Bars kann ich dir den Convenience Store, die Bar „Behind closed doors“ und eine spezielle Spielhalle namens „NQ64“ empfehlen. Der Convenience Store ist, wie der Name schon sagt, wie ein kleiner Laden aufgebaut. Die Getränke dort sind Abwandlungen von alten Bekannten, wie dem Mai Tai. Am meisten war ich von einem Cocktail überrascht, der mit Fanta gemixt war. Habe ich so noch nicht gesehen!
Das NQ64 ist eine Spielhalle voller Automaten aus den 90-er und 2000-ern. Du holst dir an der Bar einen Drink und für 5 Pfund bekommst du 15 Spielmarken dazu. Dann wanderst du von Automat zu Automat und spielst dich durch Space Invaders oder Pacman. Eine sehr coole Alternative zu gängigen Bars.

 

Auslage Convenience Store

 

Shoppen

Manchester eignet sich ebenso, wie für Fußball und Kaffee trinken auch fürs Shoppen gehen. Die zwei großen Einkaufszentren Arndale Manchester und das Trafford Center laden hierzu mit zahlreichen Geschäften ein. Viele der Geschäfte gibt es bei uns in Deutschland gar nicht und besonders der Trip zum Trafford Center ist es wert. Verbunden kann dieser zum Beispiel mit dem Besuch des Old Trafford Stadions, da beides in dem Areal des Trafford Parks (Europas größtem geplanten Industriegebiet) liegt.

 

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