Brüssel – Zwischen Schokoladenduft, Street Art und Sonnenstrahlen

Wenn die Sonne scheint, kann ich mir viele tolle Dinge vorstellen. Eines dieser Dinge ist durch Brüssel zu schlendern, wenn die Sonne sich in den Pfützen spiegelt und die meisten Menschen noch schlafen. Einfach am Kunstberg (Mont des Arts) entlanglaufen und den Ausblick auf die Stadt genießen. Die Tauben picken Brotkrümel vom Boden auf und streiten sich darum, wer das größte Stück bekommt. Einfach diese Ruhe einer so pulsierenden Stadt zu erleben, hat etwas ganz besonderes, vor allem weil viele Europareisende Brüssel nicht auf ihrer Reiseroute haben.

Doch fangen wir ganz am Anfang an. Mein erster Besuch in Brüssel hat diese Stadt so interessant gemacht. Durch ein Angebot von Ryanair bin ich überhaupt aufmerksam geworden. Kurzfristig bin ich letztes Jahr dann für zwei Nächte nach Brüssel geflogen, um mir einen Eindruck zu verschaffen. Mir war damals nicht klar, dass diese zwei Tage nicht reichen werden und ich kann vorweg nehmen, dass auch meine zweite Reise nicht genug war. Also ging es nochmal für ein Wochenende nach Brüssel, um durch die Stadt zu laufen und die Atmosphäre zu spüren. Das ist die beste Methode, um ein Land, seine Leute und die Stadt kennenzulernen. Man durchläuft sie zur Fuß und bleibt ab und zu stehen, um überhaupt richtig wahrnehmen zu können, was um einen herum passiert.

Unsere Ankunft

Wir sind mit dem Auto nach Brüssel gefahren, weil man bei unserem Hotel gut parken konnte und ich das aus dem ersten Besuch noch in Erinnerung hatte. Brüssel ist generell aber nicht so angenehm zu befahren, da es dort sehr hektisch zugeht, wie in den meisten Großstädten ja auch. Wir wählten das Motel One Brüssel als Beherbergung, da es superzentral liegt. Von dort sind wir dann in die Innenstadt gelaufen, wo es zwei Orte gibt, die man wirklich nicht verpassen sollte.

Galeries Royales Saint-Hubert

Die Galerie liegt im östlichen Teil der Innenstadt und hat einen ganz besonderen Charme. Sie wirkt auf den ersten Blick einfach nur wie eine Querverbindung, birgt aber viele sehr interessante Geschäfte. Hier kann schon perfekt nach Schokolade für Zuhause geguckt werden. Die beste Chocolaterien sind hier zu finden. Und wer vom Anblick der Schokolade noch nicht überzeugt ist darf meistens auch probieren. Ein kleiner Schlenker durch diese Galerie lohnt sich auf jeden fall!

Grand-Place/Grote Markt

Der Grand Place, die zweitbekannteste Attraktion Brüssels, lädt besonders abends zum verweilen ein. Viele Leute sitzen, auch wenn einstellige Temperaturen herrschen, auf dem Boden des Grote Markts und stimmen sich auf Partynächte ein. Die Lichter haben eine magische Wirkung und lassen so ziemlich jeden staunen. Der Platz ist sogar ein UNESCO-Kulturerbe. Eine 360 Grad-Drehung auf dem Platz lässt einen das Brüsseler Rathaus, Museen und viele ehemalige Zunften sehen. Ich bin ein totaler Fan von diesem Platz und es ist für mich das absolute Highlight Brüssels!

Nach einem abendlichen Snack an einer der unspektakulären Pommesbuden in der Innenstadt ging es zurück ins Hotel, da der folgende Tag maximal genutzt werden sollte. Die Pommes in der Innenstadt sind nicht schlecht, aber dort kommt halt jeder Tourist hin, der ohne Plan nach Brüssel fährt und sich nur treiben lässt. Das ist ja nichts Schlechtes, aber dadurch ist der Durchlauf so hoch. Pommes sollte man lieber etwas außerhalb der Innenstadt bei Maison Antoine essen. Wir waren bei der Filiale in der Nähe des Leopoldparks und dort waren die Pommes top!

Treiben lassen

Nicht umsonst heißt es ja Entschleunigung. Das war an dem Morgen des nächsten Tages auch unser Gedanke. Aus diesem Grund sind wir nach einem ausgiebigen und sehr spätem Frühstück mit der U-Bahn Richtung Osten bis zur Station Schuman gefahren.

Jubelpark (Parc du Cinquantenaire)

Der Jubelpark ist eines der schönsten Naherholungsgebiete in Brüssel und etwas für Perfektionisten, da er symmetrisch angelegt ist und sehr sauber gehalten wird. Der Torbogen am Ostende des Parks erinnert zudem an das Brandenburger Tor und alles wirkt sehr entspannend. Besonders im Herbst, wenn die Blätter von den Bäumen fallen, ist der Jubelpark sehr gut für einen Spaziergang geeignet.

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Manneken Pis

Das kleine Männchen ist zusammen mit dem Atomium die populärste Attraktion Brüssels, obwohl es wirklich nichts besonderes ist. An einer kleinen Ecke steht hinter einem Zaun ein etwa 50cm großes Männchen, was pinkelt und als Brunnenstatue dient. Die Statue wird zu besonderen Events eingekleidet und trägt beispielsweise bei Länderspielen das Trikot der belgischen Nationalmannschaft. Als wir dort waren, trug es ein Teufelskostüm. Es soll über 800 Kostüme für das kleine Männchen geben. Was man davon hält, muss jeder selbst wissen.

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Berlin Fabrik

Wie wir Deutschen halt so sind, zieht uns vieles an, was mit dem Heimatland zu tun hat. Wir erwarten gutes Essen und eine gute Atmosphäre in einem ordentlichen Restaurant. Aus diesen Gründen sind wir auf die Berlin Fabrik, ein Burgerrestaurant im Süden der Innenstadt, gestoßen. Typisch deutsch ist es trotzdem nicht, denn viele Gerichte sind auch belgisch bzw. international. Probieren sollte man dort unbedingt die Wostok-Limonaden, die es dort in sehr außergewöhnlichen Sorten gibt. Ich habe mich für Aprikose-Mandel entschieden und war damit sehr zufrieden!

Die Heimreise

Am nächsten Morgen haben wir dann noch das Frühstück des Hotels genossen und sind kurz danach wieder Richtung Deutschland aufgebrochen, nachdem wir in der Stadt noch Seife aus einem kleinen Laden gleich bei der Galeries Royales Saint-Hubert mitgenommen haben.

Brüssel ist eine sehr vielfältige Stadt und bietet kulinarisch sowie künstlerisch viel. Überall entlang der Straßen gibt es an den Hausfassaden Comics. Die Szene ist dort sehr groß und auch uns bekannte Comics, wie Tim&Struppi, kommen aus Belgien. Ebenfalls gibt es dort viele Kunstmuseen und sehenswerte Architektur. Somit ist für jeden Geschmack etwas dabei.

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