Ein Jubiläum – kein Skopje, kein Sydney

Die letzten zwei Monate waren ruhig, sehr ruhig. Die Sonne schien zwar die meiste Zeit, doch weder wurde einem geraten rauszugehen, noch hatte man Lust immer auf den Abstand zu anderen Menschen achten zu müssen. Aus diesem Grund bin ich die meiste Zeit Zuhause geblieben. Doch März und April waren eigentlich anders geplant. Was ich vorhatte, erzähle ich dir in diesem Beitrag.

Achja, und mein Blog ist inzwischen vier Jahre alt – juhu!

Das Corona-Thema fing ja schon vor einiger Zeit an und auch ich, wie viele andere, habe es nicht sofort ernst genommen. Ich war davon überzeugt, dass sich die ganze Aufregung als kurzfristig erweist und ich meine Pläne in die Tat umsetzen kann. Falsch gedacht. Schon vor meinem geplanten Kurztrip nach Skopje am 21.03. kamen in mir Zweifel auf, ob es die richtige Entscheidung ist, in das Flugzeug nach Nordmazedonien zu steigen. Letztendlich wurde mir die Entscheidung durch die nordmazedonischen Behörden und das deutsche Auswärtige Amt abgenommen, da es eine Einreisewarnung in das Land gab, die heute, ca. 6 Wochen später, immer noch Bestand hat. Zusätzlich hätte ich mich beim Eintreffen in Skopje in eine zweiwöchige Quarantäne begeben müssen, was bei einem Trip über drei Tage rein rechnerisch schon totaler Blödsinn ist. Enttäuscht über diese Abfuhr blieb ich also Zuhause und hoffte, dass nicht auch mein dreiwöchiger Aufenthalt in Australien, der eine Woche später beginnen sollte, ausfällt. Wie naiv kann man sein? Zu dem Zeitpunkt war schon abzusehen, dass auch das nichts werden würde. Die Flüge wurden von Qatar Airways zwar durchgeführt, aber in Australien hätte ich nicht einreisen dürfen. Zu dem Zeitpunkt war die Einreise für EU-Bürger wegen des großen Ausbruchs in Italien schon untersagt. Somit fiel auch diese Reise ins Wasser. Zum Glück war die Fluggesellschaft aber so kulant und erstattete mir, unter Abzug einer Stornierungsgebühr, die zu verkraften ist, meine Kosten. Für die nächsten Monate sind daher auch keine Reisen geplant. Der Tourismus hat sich in den letzten Jahren zwar selber ein wenig den Wind aus den Segeln genommen, doch Corona bringt ihn komplett zum Erliegen. Für Länder, deren Bruttoinlandsprodukt von den Einnahmen der Reisenden stark beeinflusst ist, ist dies eine Katastrophe und ich glaube, dass ich für viele leidenschaftliche Touristen spreche, wenn ich sage, dass man diese Länder gerne, im Gegenzug für den Austausch von Kultur und das Erkunden der Landschaft, gerne unterstützen würde.

Es liegt nun selbst in unserer Hand die Krise durchzustehen und uns an die Vorgaben zu halten. Ich hoffe, dass es möglichst bald wieder losgeht mit dem Tourismus – aber nur, wenn er auch sicher ist und man Maßnahmen ergreift, die die Ausbreitung von Corona verlangsamen. Sonst müssen wir mit dem Reisen warten und uns dem Träumen, dem Lesen oder dem Malen widmen. Also Reisen in unsere eigenen Welten. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass diese Reisen auch mal gut tun. Und deshalb will ich dir hier drei Buchtipps geben, die dich mal abschalten lassen:

1. Eine Biographie einer Person, die dich begeistert

Ich habe es selber früher nicht geglaubt, aber Biographien anderer Menschen geben so viel Inspiration, die man sonst nicht bekommen würde. Und sie hilft dir die Person und ihr Denken besser zu verstehen.

2. Einen Bildband

Joa, klingt erstmal nicht so spannend. Aber wenn du dir einen Bildband heraussuchst, der dir Bilder eines Themas zeigt, das dich wirklich interessiert, kannst du auch hier in eine andere Welt eintauchen und träumen. Denk doch mal an die Natur, Restaurants, Städte oder vielleicht Sehenswürdigkeiten?

3. Einen Fitzek

Ich gebe zu, keine dieser drei Buchempfehlungen ist wirklich konkret. Aber es soll ja auch nur ein kleiner Anstoß sein. Fitzek schafft es durch seine einfache und verständliche Schreibweise den Leser in eine zumeist düstere Welt zu entführen. Die vielen Adjektive und ausführlich beschriebenen Szenen geben dir die Möglichkeit dich in die Protagonisten seiner Geschichten hineinzuversetzen. Falls du schon eines seiner Bücher gelesen hast, weißt du was ich meine. Falls nicht, schlag mal eins auf.

Wir warten mal ab, wie sich die Situation entwickelt. Solange denke ich aber mal über das nach, was ich bisher so auf meinen Reisen und Trips erlebt habe – und vielleicht teile ich es ja auch.

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