Palmen, Parkplätze, Hostels und Horizonte

Weil Hawaii für mich so ein besonderes Erlebnis war möchte ich nochmal genauer darüber berichten was wir dort erlebt und gesehen haben. Dazu habe ich mir auch nochmal meine Fotomediathek vorgenommen und die besten Stücke herausgesucht.

Am 01.03.2015 sind wir in Honolulu auf O’ahu der „wichtigsten“ Insel Hawaii’s gelandet und haben uns dort mit einem Kumpel getroffen. Gereist sind wir nämlich zu dritt. Dann ging es mit dem Taxi vom Airport zum Hostel im Stadtteil Waikiki. Das Wetter an dem Tag war gut und wir haben natürlich gehofft dass es so bleibt. Hawaii ist aber leider bekannt dafür auch gerne mal sehr verregnet zu sein und das bekamen wir am Tag danach zu spüren. Angekommen im Hostel haben wir eingecheckt und unser Zimmer bezogen. Wir haben in einem 6er-Zimmer geschlafen in dem schon eine andere Person gewohnt hat. Und sie hat dort wirklich gewohnt, war voll eingerichtet und hat in Honolulu nachts gearbeitet. Wir haben spekuliert was sie dort arbeitet und hatten viel Spaß beim Sprüche reißen.

Da wir nach unserem Check-In schon einen 24-Stunden-Tag hinter uns hatten haben wir uns direkt ins Bett gelegt und locker mal 12 Stunden geschlafen. Nach einem mageren Frühstück, wie es für Hostels ja typisch ist, sind wir an den zwei Straßen weiter liegenden Waikiki Beach gegangen. Der Strand ist mega berühmt und man hört im Zusammenhang mit Hawaii eigentlich immer von Waikiki, weshalb wir uns von der Schönheit überzeugen lassen wollten und große Erwartungen hatten. Doch der Waikiki Beach ist wie jeder andere Strand auch und dazu noch vollkommen überfüllt. Er liegt direkt an der Kalakaua Avenue, einer großen Einkaufsstraße und ist deshalb sehr ungemütlich.

Nach dieser Enttäuschung sind wir uns ein Fahrrad ausleihen gegangen und Richtung Diamond Head gefahren. Wir sind durch Straßen gefahren in denen große Häuser von bestimmt sehr reichen Personen standen – eine schöne Ecke von Hawaii.

Auch das Einkaufszentrum was wir danach besucht haben ist nicht so einfach zu beschreiben. Es war an einigen Stellen typisch amerikanisch mit vielen Fastfoodläden, aber auch gleichzeitig Hawaiianisch mit einem einzigartigen Look, simplen Holzfassaden und sommerlicher Musik, die aus den Lautsprechern an der Decke dröhnte. Die Leute waren größtenteils Touristen und haben sich durch die Filialen der berühmten Ketten gestöbert – nichts Besonderes, aber sehr erholsam.

Am darauffolgenden Tag ging es dann eine Stunde mit dem Bus bis zum Pearl Harbor Memorial. An dem Platz wurden am 7. Dezember 1941 (dieses Jahr, 2016, ist dort der 75. Jahrestag) die USA von den Japanern angegriffen, was den Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg bewirkte. Das Denkmal bietet viel. Es klärt über die geschichtlichen Ereignisse auf und ist wirklich interessant. Zudem gibt es noch mehr anzuschauen, wie die USS Baldwin oder einen Film über den Angriff damals. Wir haben dort den ganzen Tag verbracht.

Parkplatzcamping in einer verregneten Vulkanlandschaft

Am 04.03.2016 sind wir dann in den Flieger nach Hilo gestiegen um uns Big Island anzugucken. Mit fünf Tagen war Big Island die zweitlängste Station unserer Reise. Wir haben uns ein Auto gemietet und sind südlich einmal halb um die Insel bis nach Kona und zurück gefahren. Nach einer Nacht in Hilo sind wir nach Vulcano gefahren um uns die Vulkanlandschaft dort anzugucken. Das Hostel dort war aber mal ne richtige Katastrophe und superkalt. Dafür hat sich der Vulkan aber gelohnt. Wir sind mit dem Auto durch den Nationalpark gefahren und haben uns irgendwelche Vulkane, heiße Quellen oder besonderen Sand angeguckt. Ja, ich war anfangs wirklich nicht angetan aber wenn man sich darauf einlässt ist es wirklich sehenswert.

Abends sind wir dann nach Kona gefahren, wo wir spontan entscheiden wollten ob wir im Auto oder im Hostel schlafen. Aber als wir in der Stadt dann nach einem Hostel gucken wollten, weil wir Schiss davor hatten im Auto zu schlafen, war schon alles belegt und das letzte Hostel mit einem Doppelzimmer hat Mondpreise verlangt, die wir nicht zahlen wollten. Daraufhin haben wir uns notgedrungen dazu entschieden im Auto zu schlafen und dieses auf einem Parkplatz abzustellen. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten, auf dem komische Gestalten rumgelaufen sind, sind wir weitergefahren und haben vor einem Einkaufszentrum geparkt. Direkt nebenan war ein McDonalds, der 24h auf hatte – gut für uns. Kurz nachdem wir uns in dem engen Auto hingelegt hatten, hörten wir Motoren aufheulen und schauten aus dem Fenster. Draußen hatte sich eine Gruppe von Autofans versammelt, die 50 Meter von uns entfernt ihre Motoren verglichen. Wir hatten aber keine Lust mehr umzuparken und sind einfach dort stehen geblieben. Also ich morgens als Erster wach geworden bin war mein erster Gedanke zu McDonalds zu gehen um mir ’n Kaffee zu holen. Nach der schlimmen Nacht war das auch bitter nötig, denn ich hatte richtig schlecht geschlafen. Hauptsache unser Fahrer hatte gut geschlafen und wir konnten auf der Fahrt zurück nach Hilo im Auto schlafen während er durchgefahren ist. Nachdem wir zurück in Hilo waren, sind die beiden noch was trinken gegangen. Ich konnte nicht mit da ich zu dem Zeitpunkt noch unter 21 war. Das Hostel war etwas komisch, alle sind auf Socken rumgerannt und haben zusammen gegessen. Eigentlich ganz nett, aber es sah alles so ein bisschen nach Kommunen-Leben mit dem Motto „Einer für alle, alle für Einen“ aus.

Krank im Paradies

Am nächsten Tag ging es dann mal wieder mit Hawaiian Airlines weiter. Dieses mal nach Kahului den letzten Flughafen Hawaiis auf unserer Reise. Auf Maui angekommen haben wir uns wieder einen Mietwagen für zwei Tage genommen. Diesmal aber keinen in dem man schlafen konnte, sondern einfach nur um von A nach B zu kommen und flexibler zu sein. Wir sind dann zu unserem Hostel gefahren, welches unser Zuhause für die nächste Woche war. Das Hostel war entspannt und auch unsere Roommates waren cool drauf. Als unser Kumpel am dritten Tag nach Hause geflogen ist, ist ein anderer nach Maui gekommen, der ebenfalls im Sparkling Hill gearbeitet hat. Es war sozusagen ein Reisebegleiteraustausch. Er war aber in einem anderen Hostel aus dem wir ihn dann abgeholt haben. Danach sind wir mit seinem gemieteten Auto zum legendären Sonnenuntergang auf den Berg Haleakala gefahren.

Am nächsten Tag bin ich aufgestanden und habe mich direkt wieder hingelegt, weil es mir so schlecht ging. Im Paradies mit Erkältung, na toll. Meinem Kumpel ging es nicht besser und wir mussten im Hostel bleiben. Auch die folgenden Tage ging nicht viel und wir saßen nur herum um uns zu erholen. Zum Glück war McDonalds um die Ecke und wir haben uns dort für 5$ Chicken Nuggets im 20er holen können. Auch wenn man davon nicht gesund wird, soll man sich ja im Urlaub auch mal was gönnen!

Drei Tage später

Nachdem wir uns erholt haben, haben wir uns dazu entschlossen nach Lahaina zu fahren um uns dort vor der Küste wenigstens noch Wale anzugucken. Also sind wir mit dem Bus in den Süden der Insel gefahren und haben dort eine Tour gebucht. Das war mega cool und hat sich wirklich gelohnt. Wir haben bestimmt 15 Wale gesehen, die aus dem Wasser gesprungen sind oder Luft geholt und dabei mit der Flosse gegrüßt haben. Nachdem wir uns den Sonnenuntergang von Lahaina’s Küste aus angesehen haben sind wir zurückgefahren.

Am 14.03.2016 sind wir dann über LAX zurück nach Vancouver geflogen. Dort ging dann das Abenteuer Kanada weiter!

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3 Gedanken zu “Palmen, Parkplätze, Hostels und Horizonte

  1. Pingback: „Mach einen Plan und zieh‘ ihn durch“ – Hier will ich hin – Mats Nlsn

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