Auszeit auf Agistri in Griechenland

Tipps kompakt

Restaurants

  • Parnassos (familiengeführtes Restaurant, toller Sonnenuntergang, gutes Essen)
  • Alkyoni Rooms-Restaurant (Meerblick, viele Katzen, großartiges Essen)
  • Rosy’s Little Village (privat und entspannt, tolles Blick, gutes Essen)
  • Toxotis Studios (direkt in Skala, vorher reservieren)
  • Limenaria – Traditional Tavern (abgelegen, familiengeführt, großartiges Essen)
  • Artórama (Bäckerei, sehr leckeres Gebäck direkt rechts vom Eingang zum selber zusammenstellen, viel mit Blätterteig)

Strände

  • Skliri Beach (innerhalb Rosy’s Little Village, felsig, großartiger Blick auf Aegina)
  • Chalikiada Beach (klettern gefordert, Strand mit Kies, morgens und mittags sehr schön und sonnig)
  • Aponisos Beach (private Insel, 5 Euro Eintritt, sehr komfortabel, günstiges Essen, Tagesauflug wert)
  • Dragonera Beach (weitläufiger Kiesstrand, wenig Schatten, gute Beachbar)

Anreise/Abreise

Von beiden Häfen Megalochori (wird auf der Insel Milos genannt) und Skala kommt man sowohl mit dem Flying Dolphin (45min, ca. 20 EUR pro Fahrt) wie auch mit der Fähre (1,5h, ca. 10 EUR pro Fahrt) nach Piräus. Tickets können sowohl in Piräus als auch auf Agistri vor Ort gekauft werden.

Ein Spaziergang über Agistri

Das Spaziergang begann am Morgen, oben in Rosy’s Village, wo wir für ein paar Nächte eine Unterkunft mieteten. Genau genommen waren es nicht ein paar, sondern neun. Wir brauchten eine Auszeit vom Trubel in Deutschland, wollten gutes Essen genießen, lesen und im Meer baden. Das Village besteht aus typischen weißen Häusern mit blauen Fensterrahmen, die ineinander verschachtelt an der Klippe stehen. Wenn man von der Straße die Stufen hinab geht, kommt man an Rosy’s Restaurant vorbei und ist auf dem richtigen Weg zum Wasser. Der Skliri Beach ist zwar nicht sandig, aber dafür großartig zum schwimmen und bietet einen tollen Blick.
Wir machten uns auf den Weg ins Dorf die Straße hinab. Vorbei an einigen mehrstöckigen Hotels, die aber keine typischen Bunker waren, gingen wir durch die sich schlängelnde Straße bis zur Bäckerei Artórama, die übrigens die einzige auf der Insel ist. Das Monopol sei ihr aber gestattet, denn das gesamte Sortiment kann sich sehen lassen. Wir frühstückten ausgiebig und beobachteten, dass viele Menschen auf der Insel morgens einen Cappuccino Freddo, einen Cappuccino mit Eiswürfeln und kaltem Milchschaum trinken. Während des Essens besuchte uns ein Hund, den wir noch öfter trafen. Liebevoll tauften wir ihn den Inselhund, da er kopflos umher trottete, als würde er die Straßen bestens kennen. Obwohl es noch früh war, herrschten schon donnernde Temperaturen.

Per E-Bike durch die Pinien

Neben der Bäckerei befindet sich ein Fahrradverleih. Während des Frühstücks beobachteten wir einige Touristen, die sich mit dem Verleiher unterhielten. Er gab ihnen offensichtlich Tipps, indem er mit dem Arm quer über die Straße zeigte. Kurzerhand beschlossen wir, uns ebenfalls ein Fahrrad bei ihm auszuleihen. Daraus wurde ein E-Bike. Agistri ist sehr hügelig und mit einem normalen Fahrrad wäre es ziemlich anstrengend bis nach Limenaria in den Süden zu kommen, sagte er uns. Über die Nordküste fuhren wir bis nach Milos, wo die Straße hinter einem Wohngebiet einknickt und durch die Pinienwälder auf und ab führt. Vorbei am Dragonera Beach und auch an Limenaria fuhren wir bis zum Aponisos Beach.

Eine Privatinsel und ein Bergdorf, aber kein Sonnenuntergang

Der Aponisos Beach bestand aus zwei Imbissbuden, einem eher felsigen Strand und einer kleinen Brücke, die auf eine Privatinsel führte. Der Eintritt betrug 5 EUR, war es aber wert. Neben drei Sonnenseiten gab es auch dort Gastronomie, die günstiger als auf dem Rest der Insel war, und Liegen, die im Preis inbegriffen sind. Was mich, auch wenn es keine Weltneuheit ist, beeindruckte, waren die Knöpfe am Sonnenschirm zwischen den zwei Liegen, über die man das Servicepersonal rufen kann.

Wir verbrachten den Vormittag an diesem schönen Ort, gingen schwimmen und lasen unter den Pinien. Gegen Mittag machten wir uns auf, da wir Hunger bekamen. Der gute Mann am Fahrradverleih empfahl uns (wie er es wahrscheinlich immer tut) die Taverne in Limenaria, in der wir einen griechischen Salat und Saganaki (frittierten Käse) aßen.

So wie es unser Verleiher auch tun würde, fuhren wir danach zurück Richtung Norden und hielten am Dragonera Beach. Der weitläufige Kiesstrand liegt im Westen der Insel und bietet beste Voraussetzungen für das Beobachten des Sonnenuntergangs. Zudem gibt es dort Souvlakispieße, die, wie wir im Nachhinein hörten, die besten der Insel sein sollen. Dank unseres schlechten Zeitmanagement kamen wir aber so früh dort an, dass wir uns schon vor dem Sinken der Sonne wieder auf den Rückweg machten.

Der Fisch und die Katzen

Nachdem wir die Fahrräder abgegeben und uns für das Abendessen frisch gemacht hatten, gingen wir von Rosy’y Village aus die Straße weiter den Berg hoch. Nur wenige Meter sind es bis zum Alkyoni Rooms-Restaurant, in dem wir den Abend verbrachten. Bei Wein und Fisch genossen wir das Meeresrauschen, was sich durch die dunkle Nacht schlich. Nur der Schein des Mondes ließ das Wasser unter uns erahnen. Zu Besuch kamen einige Katzen, die rund um das Restaurant abhingen und versuchten an etwas Essbares zu kommen. Dem Aussehen der Tiere nach zu urteilen, wurde sich aber genügend um sie gekümmert. Die Tische neben uns waren allesamt besetzt, zusammen mit den umherlaufenden Katzen und den Kellnern, die das Essen brachten, bildete sich eine entspannte Atmosphäre. Später fingen die Menschen an der Bar, die ebenfalls teil des Restaurants ist, das Tanzen an. Bis spät in die Nacht sollten sie dort ihren Wein und das Beisammensein genießen. Doch für uns endete der lange Tag, der gespickt mit vielen schönen Aussichten war.

Genauso endet auch der Spaziergang über Agistri. Und er ist nur einer von vielen Wegen, die man auf der Insel gehen kann. Es gibt unzählige tolle Plätze, ein paar von ihnen habe ich dir oben notiert.

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