Ein Spaziergang durch Ludwigshafen und Mannheim

Es ist Sommer, Ende Juli. Die letzten Tage zählten zu den heißesten des Jahres und auch zu den heißesten, die ich je in Deutschland erlebt habe. Ich stehe auf der Parkinsel in Ludwigshafen. Der Rhein fließt mit seiner Wucht vor mir her und trennt mich von der anderen Seite, auf der Mannheim seine Altbauhäuser direkt hinterm Ufer zeigt. Der Spaziergang war länger als andere. Und auch wenn es nicht viel in Ludwigshafen zu sehen gibt, bietet Mannheim und die Umgebung sehr viel. Ich habe in der Vergangenheit über die Pfalz und über Heidelberg geschrieben, was nur zwei Beispiele für wunderbare Orte in der Region sind.

Die Sonne brennt unangenehm auf der Haut. Ich gehe den Kiesweg entlang, das Ufer ist von leeren Handtüchern gesäumt, die Menschen kühlen sich im Wasser ab, wo die Sonne ohne Schutz auf die Köpfe knallt. Das Rauschen des Flusses, das Rascheln der Blätter im Wind, oben in den riesigen Eichen und meine Schritte im Kies, das alles gab es im Herbst noch nicht. Die Bäume waren kahl, das goldeme Laub lag auf dem Erdboden. So lange hat der Spaziergang gedauert.

Grau, das ist die Farbe Ludwigshafens. Schlechte Planung von Verkehr und Architektur haben Teile vom öffentlichen Auge abgeschnitten und sie zu lost places verkommen lassen. Die Schattierungen des Grau ist das einzige, was ihnen erhalten ist. Leblose Brücken, die mitten in der Stadt im Nichts abbrechen, wirken wie ein Labyrinth. Und doch hat Ludwigshafen Charme, kein Charme, der schön oder zu beneiden ist. Charme, wie bei etwas worüber man schmunzeln muss, während man es sieht und sich fragt, wer dafür verantwortlich ist.

Mannheim ist da anders. Die Planung, die in Ludwigshafen weggelassen wurde, hat sich dorthin verlagert. Jeder kennt das berühmte Gitternetz der Innenstadt, keiner versteht die Quadrate. Es sind die Blocks, die dort zählen, nicht die Straßen. Zudem liegt Mannheim historisch gesehen ziemlich gut, denn mit dem Neckar und dem Rhein gibt es zwei Adern. Grüne Wiesen laden zum Ausruhen ein, wenn die zweierfolgreichste Start-Up-Szene Deutschlands mal wieder stresst oder eine der großen Firmen einen aus dem Schichtbetrieb ausspuckt.

Restaurants und Cafés gibt es besonders in Mannheim massig. Die Quadrate sind durchzogen von allen Geschäften, die du kennst. Sicherlich gibt es Empfehlungen, die wahrscheinlich schon viele Internetseiten vorher empfohlen haben. Du könntest mal hier oder dort gucken. In Ludwigshafen ist mein absolutes Lieblingsrestaurant der Italiener Da Leone auf der Parkinsel. Er ist Teil eines Tennisareals, von dem du auch die Plätze sehen kannst. Bei gutem Wetter gibt es kaum einen besseren Ort und diesen werde ich jetzt besuchen!

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