Ein Spaziergang durch Maastricht

Die Morgensonne scheint mir ins Gesicht, während ich auf dem kleinen Platz sitze und meinen ersten Kaffee genieße.

Und weil das ein schöner Morgen in vergangenem Spätsommer war, möchte ich dich in diesem Beitrag an diesen Tag mit zurücknehmen und dir ein paar Empfehlungen geben, was du in Maastricht erleben, sehen oder essen kannst. Die kleine Stadt nahe der deutschen Grenze ist der perfekte Ort, um etwas Ruhe in städtischer Umgebung zu finden.

Start in den Tag

In Maastricht ist man zum Frühstücken sehr gut aufgehoben. Es gibt unzählige Cafes mit tollen Angeboten. Eines hiervon ist das Preps. Es liegt unweit des Vrijthof, welcher einer der zentralen Plätze der Stadt ist. So ist es gut zu erreichen und bietet für jeden etwas. Neben Pancakes gibt es auch Salate und belegte Brote. Allerdings würde sich das Preps auch in anderen Städten finden, es hat nichts besonderes Niederländisches.

Wer etwas Niederländisches frühstücken möchte, dem ist eine der Bäckereien zu empfehlen. Dort bekommst du Vlaai, einen typisch limburgischen Kuchen, gefüllt mit orangefarbenem oder rotem Früchtekompott. Besonders die Bäckerei Hermans hat tollen Vlaai. Unten siehst du ein paar Eindrücke. Die Bäckerei liegt inmitten von Wohnhäusern etwas versteckt.

Erkundung – im Zweifelsfall zu Fuß

In Maastricht halte ich alle motorisierten Arten der Fortbewegung für ineffektiv. Die Wege sind sehr kurz und in der Innenstadt fährt meines Wissen nach ohnehin kein öffentliches Verkehrsmittel. Daher ist laufen angesagt.

In vielen Reiseführern wird auf die typischen Sehenswürdigkeiten hingewiesen. Darunter sind viele Kirchen. Eine von diesen Kirchen sticht aber besonders heraus. Die alte Dominikanerkirche wurde zu einer internationalen Bücherei umfunktioniert und vereint zwei spannende Bereiche miteinander – die Religion und die Literatur. So finden sich in ihr meterlange Tische mit unterschiedlichsten Büchern darauf. Ebenso wurde eine Art begehbares Bücherregal im Innenraum aufgebaut, in dem hunderte Bücher ihren Platz finden. Die Fusion aus Literatur und der tollen Architektur macht die Kirche zu einem sehr schönen Ort – wäre sie nur nicht immer so voll. Vielen Dank, liebe Reiseführer. 😉

Wer sein Interesse in Kirchen wiederfindet, kann sich eine entsprechende Tour zusammenstellen. Ich habe mich aber dafür entschieden, durch die Straßen zu schlendern und ein bisschen was von der Atmosphäre mitzubekommen. Mir ist aufgefallen, dass vor 10 Uhr nichts auf den Straßen los ist. Maastricht wirkt in der Zeit sehr verschlafen. Sympathisch.

Apropos Atmosphäre. Ein Spaziergang über die Maas ist meiner Meinung nach ein Muss. Wenn du den Fluss überquerst, gelangst du ins belebte Wijk. Das Viertel soll ziemlich im Trend sein. Zudem ist es ein Ort wo es sich sehr gut frühstücken und schlendern lässt. Du merkst, Maastricht kann Entspannung pur sein.

Wieder Hunger?

Wenn es Richtung Abendessen geht, lässt sich sehr gut entweder auf dem Rathausplatz oder dem Vrijthof Halt machen.

Stopp. Auf gar keinen Fall!

Absolute Touri-Hotspots, an denen man nicht mal als Touri landen möchte. Ich will nicht sagen, dass das schlecht ist, aber ich bekomme bei solchen Restaurants immer das Gefühl übers Ohr gehauen zu werden. Kennst du diese typischen Restaurants an den Strandpromenaden dieser Welt, in denen alle Stühlen zur Promenade gerichtet sind, damit man ideal die vorbeigehenden Menschen beobachten kann? Für ein Wasser zahlt man in diesen Einrichtungen meistens so viel, wie für ein Hotelzimmer. So ist es auch an den beiden erwähnten Plätzen in Maastricht.

Ich habe bessere Touri-Empfehlungen!

Und damit widerspreche ich mir direkt selber. Denn dort, wo ich in Maastricht Abend essen würde, landen ebenfalls wohl sehr viele Touris. Trotzdem sind beide Tipps deutlich schöner gelegen – und zufälligerweise auch gar nicht weit voneinander entfernt.

Marres Kitchen ist ein mediterranes Restaurant, was in einem Hinterhof liegt und an einen kleinen, idyllischen Garten angeschlossen ist. Besonders von Frühling bis Herbst muss es dort unfassbar schön sein. Die Einrichtung ist einfach, das Essen gut. Es gibt Mezze, Pasta und allerlei mediterrane Hauptgerichte.

Optional kannst du danach ein paar Meter die Straße runter in die Brandweerkantine fallen. Der Allrounder in der Capucijnenstraat hat wirklich alles. Neben Frühstück gibt es hier sehr leckeres Abendessen und einen Drink zum Abschluss des Tages könnte man dort auch nehmen. Die Atmosphäre ist sehr studentisch und die ehemalige Feuerwache hat durch die Gegebenheiten eine großzügige Raumaufteilung, was es während Covid ein wenig angenehmer macht. Daher lässt sich hier auch sehr gut lernen oder arbeiten.

Das sind nur ein paar kleine Gedankenstützen, falls du mal nach Maastricht kommen solltest. Natürlich gibt es noch viel mehr zu entdecken, mach dir am besten selber ein Bild.
Wenn du schon dort warst, schreib mir gerne einen Kommentar dazu, was du dort erlebt hast!

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