Hongkong: Geheimtipps für Asiens Metropole

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Inhaltsverzeichnis

  1. Ankunft auf Hongkong Island
  2. Dim Sum im Hongkong Park
  3. Kein Geheimtipp, trotzdem einen Besuch wert: Tai Kwun in Soho
  4. Hongkong Geheimtipps bei Nacht
  5. Der Goldfischmarkt von Mong Kok
  6. Shek O auf Hongkong Island
  7. Hongkongs Geheimtipps selbst entdecken

Ankunft auf Hongkong Island

Morgengrauen liegt über den Inseln, die von der Autobahn zusammengehalten werden. Das Taxi fährt fast Hundert auf der leeren Straße. Ein alter Toyota, er klappert bei der kleinsten Erhebung. Der Fahrer sitzt auf der rechten Seite, er trägt eine abgenutzte und vom Abgas der Großstadt verfärbte Hygienemaske. Durch einen Spalt bläst mir der warme Wind ins Gesicht. Es riecht anders als zuhause, nach feuchten Bäumen und dem alten Leder der Taxisitze.

Wir überqueren eine Insel, die von einer riesigen Baustelle bedeckt ist. Daneben mehrere gleiche Hochhäuser, alle heruntergekommen – die Fassaden von der salzigen Brise des südchinesischen Meers verwittert, die Farbe abgeblättert. Überall stehen tiefgrüne Bäume, das Wasser der Bucht peitscht gegen die Felsen, verläuft sich im Sand daneben. Die Sonne erhebt sich und gibt weitere Hochhäuser frei. Wir fahren über die Kuppe der langen Brücke. Ein Horizont aus Wolkenkratzern erstreckt sich vor uns.

Es ist kurz vor Acht, der Verkehr wird dichter. Wir lassen die Skyline hinter uns, fahren Richtung Süden. Das Taxi biegt von der Hauptstraße ab und taucht in eine der Betonschluchten ein. Ich verliere die aufgehende Sonne aus den Augen. Dafür bemerke ich das Treiben im Schatten der Häuser. Auf den Fußwegen drapieren die Verkäufer der kleinen Lebensmittelläden ihre Ware, die sie aus Styroporboxen auspacken, zerhacken Fleisch und sortieren Gemüse. Wir biegen nochmal ab und halten. An einem schmalen Hochhaus steht der Name unserer Unterkunft – Ecotree Hotel.

Dim Sum im Hongkong Park

Wir schlafen zu lange. Als wir aufwachen, ist es Nachmittag. Wir steigen in den Bus 56A, einen Minibus, in dem nur zwölf Leute Platz finden. Stehen ist nicht erlaubt. Ist der Bus voll, hält er nicht mehr an Haltestellen, an denen keiner aussteigen will. Einen Stopknopf gibt es nicht. Wer raus möchte, sagt dem Fahrer Bescheid. Wir steigen am Cotton Tree Drive aus. Die Wärme der Stadt mischt sich mit der Frische der Pflanzen. Die Bäume geben in ihrer Mitte einen Blick auf die Wolkenkratzer frei. Eine Lichtung im dichten Blattwerk. Ich erkenne den Bank of China Tower.

Es gibt im LockCha Teahouse keine große Auswahl, das meiste ist ausverkauft. Da wir vom Jetlag benebelt sind, lassen wir uns ein paar Dim Sum empfehlen. Dim Sum sind kleine Speisen, von denen wir mehrere bestellen und sie teilen. Zwei Tische weiter sitzen andere Touristen. Genauso ratlos wie wir am Anfang. Der Tee ist nicht günstig, dafür sehr lecker. Die Dim Sum ebenso.

Kein Geheimtipp, trotzdem einen Besuch wert: Tai Kwun in Soho

Wir schlendern weiter, erkunden Soho. Das Navi bleibt aus. Die Menschenmassen leiten uns den Weg. Wir gelangen zu einem ehemaligen Gefängnis. Tai Kwun liegt mitten in Soho und ist jetzt ein kostenloses Museum. Wir schauen uns um, sind beeindruckt von den kleinen Zellen. In zwei Tagen findet hier ein Festival statt. Wir wollen wiederkommen, werden es leider aber nicht.

Vor dem ehemaligen Eingang von Tai Kwun hält ein Taxi. Die Tür hinten rechts geht auf und knallt beinahe gegen einen Hydranten. Zwei Corgis wuseln im Fußraum. Kein Mensch zu sehen, nur die Hand, die die Tür aufgestoßen hat. Der Taxifahrer schaut über die Schulter. Einer der Hunde springt ins Freie. Wilde Rufe, die ihn nicht interessieren. Die wild flatternde Leine landet in einer unserer Hände. Der andere Hund springt ebenfalls aus dem Auto, die Leine gestrafft. Ein junger Hongkonger klettert ins Freie und ruft verzweifelt nach seinem Hund. Als er sieht, dass die Leine gehalten wird, beruhigt sich sein Gesicht. Das Taxi fährt ab und er lächelt uns an. Nach einem kurzen Smalltalk, einer Szene, wie sie zu Beginn eines Films nicht besser hätte passen können, spazieren wird weiter.

Hongkong Geheimtipps bei Nacht

Am zweiten Tag schieben wir uns, immer noch müde, durch die Innenstadt nördlich der Meerenge von Hongkong. Wir sind in Tsim Sha Tsui. Einkaufszentren reihen sich aneinander. Hier ist jede Luxusmarke vertreten. Einige, deren Namen ich niemals zuvor gehört habe.

Wir laufen weiter nach Norden. Dort liegt, hinter mehreren Reihen von Bauzäunen versteckt, das M+, ein Museum für zeitgenössische Kunst. Nachdem wir uns die Ausstellungen angeguckt haben, gehen wir auf die Dachterrasse. Die Sonne ist schon lange untergegangen. Es ist angenehm kühl, der Ausblick wunderbar. Wir schauen auf Hongkong Island, lassen uns von den Lichtern treiben, stehen einfach nur da. Die Köpfe der Hochhäuser stecken in den tiefen Wolken, in denen sich auch die vielen Lichter verlieren.

Gegen den Hunger fahren wir zu One Dim Sum an der Prince Edward Station. Günstig und sehr gut, nur wenig vegetarische Optionen. Generell gibt es in Hongkong nicht viele vegetarische Optionen und schon gar nicht vegane.

Vom Dach der ifc-Mall schaut man genau zum M+ und dem Tower dahinter, auf dem jeden Abend eine Lightshow gespielt wird. Dort sind wir alleine, nehmen Abstand vom Trubel der Stadt, und essen unsere Dim Sum.

Der Goldfischmarkt von Mong Kok

Nach Prince Edward kehren wir auch am dritten Tag zurück. Besonders der dort gelegene Goldfischmarkt interessiert uns. Kleine Fische hängen in Plastiktüten an Metallgittern. Sie bewegen sich kaum noch. Es riecht nach einer Mischung aus Fischresten und verfaulten Eiern. Schildkröten türmen sich in Terrarien übereinander. Eine hat ihren Kopf auf dem Boden abgelegt, schaut hilfesuchend in die Menge. Menschen machen Fotos, sie posieren vor den Glasscheiben, hinter denen die Tiere liegen. Auch Katzen und Hunde sollen hier einen neuen Besitzer finden. Sie wirken lethargisch, als wären sie seit Jahren hier. Schon nach kurzer Zeit gehen wir. Der Anblick ist schockierend.

Wir laufen quer durch die Stadt. Es riecht nach fremden Gewürzen, Benzin und Billigparfum. Wir schlendern wieder einmal dort entlang, wo es spannend aussieht, an Boutiquen, Friseursalons und Minimärkten vorbei. Dabei treiben wir immer weiter nach Süden, bis wir wieder in Tsim Sha Tsui stehen. Am Victoria Harbour gehen wir nun die Promenade entlang. Die Sonne brennt an diesem Nachmittag zum ersten Mal leicht im Nacken. In Hongkong soll die Temperatur selten unter 20 Grad fallen, wir erleben sie nun das erste Mal oberhalb dieser Grenze.

Shek O auf Hongkong Island

Wir erfahren von dem kleinen Fischerdorf Shek O auf Hongkong Island. Man kann mit dem Bus hinfahren. Er fährt am Drachenrücken entlang, einem Berg im Süden der Insel. Die Strecke führt direkt am Abhang entlang, im Notfall ist der Doppeldeckerbus nur durch eine hüfthohe Mauer vom metertiefen Fall geschützt. Doch der Busfahrer macht das nicht zum ersten Mal. Routiniert nimmt er Kurve um Kurve. 

Das Dorf ist sehr touristisch. Klar, sonst hätten wir von ihm wahrscheinlich auch nichts mitbekommen. Es ist Februar, der Strand leer. Die Wellen peitschen ans Ufer, das südchinesische Meer ist an diesem Tag unruhig und wird von kraftvollen Windstößen getriezt.

Lulu’s Cafe bringt ein paar Balivibes, obwohl der Himmel grau in grau über uns steht. Es gibt einen kleinen Snack, dann laufen wir die halbe Stunde zum Big Wave Bay Beach, immer an der Straße entlang.

Der Big Wave Bay Beach ist weniger weitläufig als der Rocky Bay Beach in Shek O. Zwei große Felsen rahmen ihn links und rechts ein. Einige Surfer versuchen ihr Glück. In einer Linie liegen sie auf ihren Boards und warten auf die nächste Welle. Für einige Zeit sitzen wir auf den Felsen, schauen ihnen wortlos dabei zu. Ich trage einen Pullover, mir ist kalt.

Hongkongs Geheimtipps selbst entdecken

Ich sitze im Café NOC, direkt neben unserem Hotel. Hongkong ist schon lange vor mir aus der nacht erwacht. Die Straßen vibrieren. Weniger wie ein Handy, dessen Wecker einen morgens weckt. Es ist eher das Vibrieren eines Massagesessel, jeder Zeit wahrnehmbar, aber selten zu intensiv. So fühlt es sich zumindest für mich an.

Auf der anderen Straßenseite bereitet sich gerade ein kleiner Burgerladen auf den Tag vor. Daneben in der Gasse steht eine Frau an einem Waschbecken und spült Eimer aus. Hinter ihr kann ich Regale in einem Laden erkennen. Hongkong hat viel zu bieten und Hongkong versteckt vor allem einige Geheimtipps, die so geheim sind, dass du sie selbst entdecken musst. Es gibt viel zu sehen!

Hongkong Geheimtipps, Plakat in der Bahn, das dazu auffordert, bei Schmerzen zum Zahnarzt zu gehen und nicht zu vermuten

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