Melbourne: Tipps für die lebenswerteste Stadt der Welt

Ein Spaziergang durch Melbourne

Eine geringe Kriminalitätsrate, gute Infrastruktur, Kultur- und Freizeitangebote sowie ein guter Arbeitsmarkt sind nur einige Gründe dafür, dass Melbourne regelmäßig zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt wird. In diesem Beitrag verbringe ich einen Tag in Melbourne, der vollgepackt mit Tipps ist, die du übersichtlich verpackt in den Quick Tips findest.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Stille Begrüßung
  2. Melbournes Queen Victoria Market für ein Frühstück
  3. Flinders Street Station – Hier werden die Fäden gezogen
  4. St. Kilda und die Kilometer
  5. Auf einen Melon Spritz im hippen Fitzroy

Stille Begrüßung

In gespenstischer Stille fährt das Elektrotaxi durch die im Vergleich zu Hongkong breiten Straßen. Straßenschilder schimmern im Mondlicht, die Zacken der Geländer alter viktorianischer Häuser blitzen in den Scheinwerfern des Taxis auf.

Wir halten in einer Seitenstraße. Kein Schild, das auf Naughtons Hotel hinweist, kein Licht, keine Menschen, nur Dunkelheit. Der Taxifahrer stellt fest, dass das Hotel zu hat. Erst jetzt erkenne ich eine gläserne Tür, dahinter die Rezeption, rechts daneben den Pub. Keine Panik, wir haben einen Zugangscode für den Schlüsselkasten, sage ich ihm. Die Luft ist warm, ein wenig schwül. Es riecht nach Natur, Bäumen und Pflanzen.

Nach diesem langen Flug haben wir Hunger. Der Pub hat zu und auch sonst gibt es in Parkville nahe der University of Melbourne keine offenen Restaurants mehr. Nur noch der 7-Eleven in einer Tankstelle hat auf. Wir kaufen uns ein Thunfischsandwich und schlendern durch die leeren Straßen. Melbourne kommt mir sehr grün vor. Entlang der Straßen lassen sich viele Bäume erahnen, sie machen die Straßen zu breiten Alleen. Wie diese Stadt wirklich aussieht, wird der nächste Morgen zeigen.

Melbournes Queen Victoria Market für ein Frühstück

Dienstags, donnerstags und freitags, sowie am Wochenende bietet der Queen Victoria Market die Möglichkeit, Kleidung, Brettspiele, Kunst und Souvenirs zu shoppen. Doch das beste an ihm sind die beiden Hallen, eine für Fisch und Fleisch, eine für Gewürze, Süßwaren und Fingerfood. Schlendern lohnt sich, die Auslagen sind reich bestückt, die Waren wohlüberlegt angeordnet.

Wir entscheiden uns für tennisballgroße Donuts mit köstlicher Fruchtfüllung von der American Doughnut Kitchen. Zurecht kein Geheimtipp mehr!

Mein persönlicher Favorit auf dem Queen Victoria Market ist allerdings Market Lane Coffee. Ich habe selten (vielleicht noch nie) einen so guten Flat White getrunken! Übrigens, der Flat White soll in Melbourne erfunden worden sein.

Der Markt ist touristisch. Überall wuseln Menschen, es ist viel los, es gibt viel zu sehen und gleichzeitig kann man sich vor einem der Läden in die Sonne setzen und den Menschen bei der Suche nach dem günstigsten Körbchen Erdbeeren oder der am besten sitzenden Sonnenbrille zugucken.

Flinders Street Station – Hier werden die Fäden gezogen

Melbourne hat einen Punkt, von dem alles ausgeht und zu dem uns unser Spaziergang an diesem Vormittag führt- die Flinders Street Station. Das langgezogene Gebäude hebt sich deutlich von den gläsernen Hochhäusern ab. Es hat seinen viktorianischen Charme nicht verloren, was sich an den alten analogen Anzeigen in der Eingangshalle erkennen lässt. Menschen drängen sich durch die Drehkreuze, das regelmäßige Piepen der scannenden MYKI-Karten ist zu hören.

Das Ticketsystem in Australien ist besonders (kompliziert). Es gibt keine Automaten und die Tickets können auch nicht bei einem Tramfahrer gekauft werden. Stattdessen muss man zu einer der größeren Stationen, wo man eine der MYKI-Karten bekommt, die sich dann mit Geld aufladen lassen. Bis wir das verstanden haben, dauert es eine Weile.

Wir entscheiden uns dazu, ein Fahrrad zu mieten. So ist es einfacher von A nach B zu kommen, weil jede Linie zur Flinders Street Station fährt, man dort umsteigt und dann erst wieder hinausfährt. Querverbindungen gibt es kaum. Außerdem werden wir an einigen Parks vorbeikommen, die sicherlich auch dazu beitragen, Melbourne zur lebenswertesten Stadt zu machen. Und sie bestätigen meinen Eindruck vom vorherigen Abend – Melbourne ist grün!

St. Kilda und die Kilometer

Wir fahren mit dem neu gemieteten Fahrrad am Yarra River los, biegen auf eine Fahrradstraße ab und fahren auf die Küste zu. Dabei passieren wir Wohngebiete mit fantastischen Häusern vor verbrannten Wiesen. Der gerade vergangene Sommer hat seine Spuren hinterlassen. Nach 15 Minuten kommen wir ans Wasser. Nun sind es immer noch rund 15 Kilometer bis zum Ziel. Doch die Strecke lohnt sich. Links liegen gläserne Villen mit Terrassen, von denen man aufs Meer blicken kann. Davor stehen nicht selten zwei oder mehr Autos.

Am Strand von St. Kilda angekommen, ist der anstrengende Weg unter den Strahlen der gleißenden Sonne vergessen. Ich schaue auf die Karte, zoome heraus und halte kurz inne. Ich schaue den blauen Punkt auf der Karte an, der mir meine Position zeigt, und freue mich, endlich in Australien angekommen zu sein, während die Brise mir ins Gesicht weht, die Sonne auf der Haut brennt und meine Nase den salzigen Geruch einatmet.

Auf einen Melon Spritz im hippen Fitzroy

Auf dem Rückweg fahren wir durch St. Kilda, nicht mehr an der Küste entlang, sondern quer durch die Stadt. Unser Ziel ist Fitzroy, das Viertel, das St. Kilda als „In“-Viertel abgelöst hat. Wir fahren an der National Gallery of Victoria vorbei. Gegenüber liegt ein Park, die Menschen genießen die letzten Sonnenstrahlen, andere gehen mit dem Hund oder spazieren quatschend über die Schotterwege.

Die Brunswick Street ist mit Kleidungsgeschäften, Boutiquen für Schmuck, Eisläden und Restaurants vollgestopft. Doch die Sonne ist inzwischen fast untergegangen, die meisten Geschäfte geschlossen und daher nicht mehr viel los.

Wir setzen uns vor das Black Cat, neben uns spielen zwei Männer Schach. Jeder hat ein Bier. Wir schauen der Sonne zu, wie sie zwischen zwei Häusern verschwindet. Es ist trotzdem noch warm genug, um im T-Shirt draußen zu sitzen und einen Melon Spritz zu trinken.

Als wir ausgetrunken haben, gehen wir ein paar Meter weiter. Die Vegie Bar ist ein großes Restaurant, das an diesem Tag stark herunter gekühlt ist. Wir betreten den Laden. Eine eiskalte Wand stellt sich uns entgegen. Wir brauchen einen Moment, bis wir den Temperaturunterschied verarbeitet haben. Es gibt Halloumiburger und Curry. Die Vegie Bar kann alles. Das Essen ist köstlich, am liebsten würde ich am nächsten Tag wiederkommen. Doch es gibt noch so viel anderes in Melbourne zu entdecken.

Nachdem wir uns wieder in die Hitze gestürzt haben, machen wir uns auf den Rückweg. Es ist ein besonders heißer Tag. Es fühlt sich an, als würde er das Jetleg verstärken und so fallen wir völlig erschöpft ins Bett.

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